Unfallgefahr Smartphone: Bei der Strassenüberquerung nicht aufs Handy schauen

Donnerstag, 6. Februar 2014

Für viele Smartphone-Benutzer ist ihr Smartphone zum festen Bestandteil des täglichen Lebens geworden. So haben viele Menschen es sich zur Gewohnheit gemacht, in allen sich bietenden Situationen die vollen Kommunikations- und medialen Fähigkeiten des kleines Technikwunders in vollem Umfang zu nutzen. Dies kann aber im Straßenverkehr zu gefährlichen Situationen führen. Dabei unterschätzen besonders Fußgänger die Gefahr, der sie sich durch eine unvorsichtige Smartphone-Nutzung selbst aussetzen.

Es erscheint wie eine Situation aus einem Comic-Strip oder Trickfilm, ist aber tatsächlich Realität: In den Krankenhäusern einiger Länder wurden seit der massenhaften Smartphone-Nutzung tatsächlich mehr zu versorgende Kopfverletzungen registriert als vorher. Dabei handelt es sich nicht gerade um einen kleinen Anstieg: Die Anzahl der Leute, die nach dem Zusammenstoß mit einem Hindernis auf dem Gehweg (z.B. einem Laternenmast) medizinischer Hilfe bedurften, stieg um etwa 200%.

Neben solchen anekdotischen Sachverhalten kann das Handy aber bei der Straßenüberquerung schnell zur tödlichen Ablenkung werden: Es reicht schon, wenn jemand mit seinem Auto mal eine rote Ampel nicht registriert oder sich in großer Eile entscheidet, sie nicht zu beachten, damit es zu einem tödlichen Zusammenprall kommt.

Aber auch ansonsten kann das Smartphone schnell von wichtigen Sachverhalten bei der Straßenüberquerung ablenken: Etwa die Menschen, die einem entgegenkommen, werden dabei leicht übersehen. So können sich Gruppen von Smartphone-Nutzern, die sich von beiden Straßenseiten entgegenkommen und mit dem Blick aufs Display zusammenstoßen, schnell Knochenbrüche erleiden und Folgeunfälle auslösen. Von daher ist die Entwicklung, dass nun darüber nachgedacht wird, das Handy-Display beim Gehen zu sperren (das Gerät kann dies mithilfe seiner Sensoren feststellen) aus Sicht der Straßensicherheit sehr zu empfehlen.