Gefahr Smartphone-Viren: Was kann man dagegen tun?

Dienstag, 6. September 2011

Ein Smartphone verfügt über eine Fülle an Kommunikationsmöglichkeiten wie Bluetooth, E-Mail, SMS und den Internetzugang via GPRS. Dies macht es jedoch auch besonders angreifbar für Viren und andere schädliche Software. Drei von zehn Geräten sollen mindestens einmal im Jahr von diesen schädigenden Programmen angegriffen werden. Am anfälligsten soll hierbei das Betriebssystem Android sein.

Was kann der Benutzer nun aber gegen die Viren tun?

Eine der einfachsten Möglichkeiten sein Smartphone zu schützen besteht darin, die nicht oder nur selten genutzten Kommunikationsschnittstellen zu deaktivieren. Wer WLAN, Bluetooth oder UMTS nicht nutzt, sollte die Verbindungsmöglichkeiten abschalten. Auf Software von unbekannten und unsicheren Quellen sollte ganz verzichtet werden. Verbindungen zu anderen Geräten sollten nur erfolgen, wenn der Nutzer des anderen Smartphones oder Computers bekannt und vertrauenswürdig ist.

Ebenso verhält es sich mit Speicherkarten, deren Inhalt unbekannt ist. Zudem sollte dringend eine Anti-Viren-Software auf dem Smartphone installiert werden. Die Programme sind bei denselben Anbietern zu erhalten, die auch die bekannten Anti-Virus-Programme für Computer anbieten. Dazu gehören beispielsweise die Firmen Avira, F-Secure und Kapersky. Nach der Installation der Anti-Viren-Software sollte regelmäßig ein Update der Software durchgeführt werden, damit auch alle neuen Viren und Würmer von dem Programm erkannt werden können. Um weitere Sicherheitslücken zu schließen, empfiehlt es sich, die Firmware des Handy-Herstellers regelmäßig auf dem neuesten Stand zu halten und die entsprechenden Updates hierfür zu nutzen. MMS-Nachrichten können ebenfalls Viren und Trojaner enthalten. Nachrichten von unbekannten Absendern sollten deshalb gar nicht erst geöffnet, sondern sofort gelöscht werden. Bei der Installation von Spielen sollte der Nutzer stutzig werden, wenn die App verlangt auf SMS oder GPS zuzugreifen.

Sollte das Smartphone dennoch einmal von einem Virus, Trojaner und einem Wurm befallen sein, sollte es schnellstmöglich auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Gegebenenfalls sollte auch ein Software-Update erfolgen. Diese sind sehr oft kostenfrei auf den Websites der jeweiligen Hersteller als Download zu erhalten.